Selbst für Schweizerinnen und Schweizer ist es alles andere als einfach, punkto Steuern stets den Überblick zu behalten und alle relevanten Informationen präsent zu haben. Umso schwieriger fällt es Ausländerinnen und Ausländern, die in der Schweiz wohnen und arbeiten und entsprechend ebenfalls Steuern bezahlen müssen. Aus diesem Grund haben wir vom Steuerzentrum die Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Besteuerung von Ausländern in der Schweiz zusammengefasst:

Wie funktioniert die Quellensteuer?

Ausländer mit einer Aufenthaltsbewilligung B oder L müssen in der Schweiz eine Quellensteuer bezahlen. In diesem Fall zieht der Arbeitgeber die anfallenden Steuerkosten direkt vom Lohn ab und es fallen für den ausländischen Arbeitnehmer keinerlei Zusatzaufwände an. Mit dem Quellensteuerabzug sind alle Steuerpflichten abgegolten, sofern das Bruttojahreseinkommen unter 120’000 Franken liegt.

Kann ich bei der Quellensteuer zusätzliche Abzüge geltend machen?

Es ist möglich – unabhängig von der Höhe des Einkommens und des Vermögens -, eine sogenannte Quellensteuerkorrektur zu beantragen, damit ein gewisser Anteil der Quellensteuer zurückerstattet wird. Dies ist möglich, wenn mindestens einer der folgenden Punkte zutrifft:

  • Wenn Sie Beiträge in die Säule 3a einzahlen
  • Wenn Sie sich in die 2. Säule einkaufen
  • Wenn Sie Weiterbildungs- und Umschulungskosten geltend machen können
  • Wenn Sie Wochenaufenthalter sind
  • Wenn Sie effektive Fahrkosten für Ihren Arbeitsweg von mehr als 2100 Franken pro Jahr haben
  • Wenn Sie Unterhaltsbeiträge oder Alimente bezahlen müssen
  • Wenn Sie Kosten für die Fremdbetreuung der Kinder begleichen müssen
  • Wenn Sie Unterstützungsabzüge geltend machen können
  • Wenn Sie Krankheits- oder Unfallkosten bezahlen müssen
  • Wenn Sie gemeinnützige Zuwendungen im Wert von mehr als 100 Franken machen
  • Wenn Sie behinderungsbedingte Kosten geltend machen können
  • Wenn Sie Schuldzinsen begleichen müssen

Wichtig: Die Einreichefrist für die Quellensteuerkorrektur ist der 31. März. Diese Frist kann nicht verlängert werden. Falls die Abzüge akzeptiert werden, wird die verrechnete Quellensteuer entsprechend nach unten korrigiert. Die Folge davon ist eine Gutschrift mit einer Auszahlung der Steuerdifferenz.

Wann muss ich trotz der Quellensteuer eine normale Steuererklärung ausfüllen?

Es gibt zwei Fälle, in denen zusätzlich zur Quellensteuer auch noch eine normale Steuererklärung ausgefüllt werden muss:

  • Wenn das Bruttojahreseinkommen mehr als 120’000 Franken beträgt, muss eine normale Steuererklärung – eine sogenannte nachträgliche Veranlagung – ausgefüllt werden. Dies gilt auch für Ehepaare: Sobald eine Person mehr als 120’000 Franken brutto verdient pro Jahr, muss das Ehepaar eine zusätzliche Steuererklärung ausfüllen.
  • Wer Erträge aus Wertschriften, Liegenschaften, Alimenten oder Selbstständigkeit ausweisen kann oder Vermögen hat oder Lotterie-Gewinnen erwirtschaftet, muss in jedem Fall eine ergänzende Veranlagung vornehmen – unabhängig von der Höhe des Einkommens.

Ausländer, die einen Wohnsitz im Ausland haben, jedoch in der Schweiz arbeiten, können keine nachträgliche Veranlagung vornehmen.

Wir bieten Ihnen unsere Unterstützung an

Das Steuerzentrum hilft Ihnen dabei, Ihre Steuerabzugsmöglichkeiten soweit wie möglich auszuloten, sodass allfällige Rückerstattungen geltend gemacht werden können. Dank unserer Beratung und unserer Unterstützung wissen Sie genau, welche Steuerabzugsmöglichkeiten es gibt, welche Abzüge in Ihrer Situation zur Anwendung kommen und welche Unterlagen und Dokumente dafür benötigt werden. Damit senken Sie Ihre Steuerkosten und sparen Geld.